1979 entwickelten Gianni Sarto und ich in München Seminare aus dem Fachbereich Bühne: „Arbeit an sich selbst im schöpferischen Prozess des Erlebens und Gestaltens“ (Stanislawski). Meine Schwerpunkte:

  • Märchen / Mythen / Mysterienspiele
  • Alte und neue Theaterformen
  • Schauspiel
  • Psychodrama
  • Initiatische Schulung
Gianni Sarto gestaltete grafisch die Programme und dokumentierte die Seminare mit der Kamera. Im Laufe der Zeit erwuchs seine Kostüm- und Maskenwerkstatt. Daraus entwickelte sich „Design für Kimono“.

Aus den Seminaren bildeten sich Schauspielprojekte. Wir arbeiteten in eigenen Räumen in München, als Gäste in der Existentialpsychologischen Bildungs-und Begegnungsstätte Rütte im Schwarzwald, in Griechenland und Italien.

Unser Leitmotiv:

..."Die persönliche und künstlerische Entwicklung bei Menschen aller Altersgruppen zu fördern. Dabei hat das Medium Spiel eine zentrale Rolle inne. Angestrebt wird das Aktivieren tiefliegender selbstregulierender Kräfte, von denen eine neue Wahrnehmung der eigenen sozialen und initiatisch-künstlerischen Kompetenz ausgehen kann.“…


1985 Auf der Grundlage dieses Leitmotivs initiierten wir den Verein Forum Spiel mit im Spiel e.V., das heutige TheaterLabor TraumGesicht e.V. Gründungsmitglieder:

  • Helga Foos
  • Wolfgang St. Keuter
  • Jean-Michel Traynard
  • Luise Michaelsen
  • Gianni Sarto
  • Martina Singer
  • Ingrid Schmid

   1985 fand sich der Ort Monte Pecorone in Umbrien, den wir bis 1991 als Spiel- und Begegnungsort für Initiatische Schulung für experimentelles Schauspiel leiteten. Musiker und Schauspielgruppen kooperierten mit uns. Z.B.:

  • Butoh-Tanzgruppe Anzu Furukawa aus Tokio
  • Tanzformation Regine Boetius aus München
  • Musiker Oliver Fabro aus Bad Säckingen                                                                          Monte Pecorone / Umbrien / Italien
    Foto: Gianni Sarto

1991 Umzug nach Deutschland. Experimente in Seminaren und Workshops, im Kunsthaus Essen:

Spiel mit Archetypen

  • Beckett, Warten auf Godot
  • Hofmansthal, Der Tor und der Tod
  • Seami, Komachi am Grab
  • Seami, Hagoromo - Das Federgewand
  • Maskenbau und -spiel
  • Mythos Ostern
  • Mythos Pfingsten

Der Verein ist seit 1991 Mitglied im Paritätischen. Unsere Bildungsangebote werden seither vom Paritätischen Bildungswerk NRW e.V. (PBW) in Kooperation mit dem TheaterLabor TraumGesicht e.V. veranstaltet.

Wir experimentierten mit japanischen Nô-Stücken und Klassikern z.B.:

  • Nobumitsu, Tiger und Drache
  • Goethe, Faust 1
  • Goethe, Lila
  • Shakespeare, Hamlet
  • Genet, Die Zofen

2000 mieteten wir die ehemalige kleine Synagoge von Mülheim und richteten dort unser Kammertheater ein, mit neuem Namen: TheaterLabor TraumGesicht. Auch entstand das neue Logo. Aus dem Schauspielunterricht erwächst das eigene Ensemble. In Mülheim experimentierten wir mit:

  • Seami / Keuter, Im Augenblick – Chiffren in Weiß
  • Motomasa , Am Sumida Strom
  • Seami , Das Federgewand
  • Seami, Das Kissen von Kantan
  • Kiyotsugu, 99 Nächte
  • Mishima, Die getauschten Fächer                                                                   "Die kleine Synagoge" in Mülheim Foto: Gianni Sarto

Im Sinne des Vereins wurden einige der Schauspielprojekte von Dr. Luise Michaelsen in Buchform dokumentiert. Diese sind über den Verein erhältlich.

2007 stellten wir unser Logo dem Verein mit der Erweiterung e.V. zur Verfügung. Der Verein nimmt den Namen TheaterLabor TraumGesicht e.V. einstimmig an.

2010 Umzug nach Düsseldorf.
Einzelstunden, Seminare und Workshops gebe ich im Seminarraum 3 des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V., Kaiserstr. 42a, 40479 Düsseldorf.

Der Schauspielunterricht und die Aufführungen finden auf der Studiobühne des Theatermuseums Düsseldorf am Hofgarten statt.

Theatermuseum, Eingang Hofgartenseite
Foto: Theatrmuseum

2011 Die erste Inszenierung in Düsseldorf auf der Studiobühne des Theatemuseums:

  • Eine Art Alaska, H. Pinter